Zukunft Das neue Auto Qualität Die Uhr Produktionsort Mitarbeiter

John DeLorean widmete sein ganzes Leben dem Bau von Automobilen. Kein Wunder also, dass er auch nach dem Konkurs der DeLorean Motor Company wieder ins Geschäft einsteigen wollte. Davon konnte ihn auch nicht die Tatsache abhalten, dass sein erster Comeback-Versuch mit dem Firestar 500 gescheitert war. 1999 wurden die Gerüchte über einen erneuten Versuch konkreter. John DeLorean ging mit seinen Plänen erstmals wieder an die Öffentlichkeit. Via Internet präsentierte er im November 2000 seine zwei neuen Projekte: Ein Supercar mit 1250 PS zum Preis von einer Million Dollar und ein etwas preisgünstigeres (17.500 Dollar) und, dank einer speziellen Kohlefaser-Substanz, sehr sicheres Auto, das es in 3,5 Sekunden auf Tempo 100 bringen sollte.

Für die Finanzierung dieses Projekts plante DeLorean die Produktion von erstklassigen und dementsprechend teuren Uhren, auf welchen das DMC-Logo mit einer "2" glänzen sollte. Für 3000 Dollar sollten Kunden das Stück erwerben und ihren Teil zur Verwirklichung von DeLoreans neuem Traum beitragen können. Auch die Presse berichtete über DeLoreans neue Ziele. Gegenüber der Chicago Sun-Times ging DeLorean noch mehr ins Detail. Sein 1250 PS Bolide sollte auf einer Ferrari-Chassis basieren und das "beste Straßenfahrzeug der Welt" werden. Das 17.500 Dollar Auto dagegen sollte entweder von einem Nissan- oder einem Chrysler V6-Motor angetrieben werden. Verkaufspläne hatte DeLorean auch schon: Von den eine Million Dollar teuren Super-Sportwagen wollte er pro Jahr 30 bis 40 Stück verkaufen, von seinem zweiten Wagen erhoffte er sich Verkaufszahlen von 120.000 bis 150.000 Stück. Der Ver- kauf selbst sollte über das Internet und bestimmte Händler erfolgen. In dem Artikel, der unter der Überschrift "Ambitious DeLorean Planning A Comeback" erschien, erzählte DeLorean weiter, dass jemand im Ausland eine Fabrik für seine Autos bauen werde. Genauer äußern wollte er sich hierzu jedoch nicht. Ein klares Anzeichen dafür, dass der Deal noch lange nicht unter Dach und Fach war.

Industrie-Analytiker waren damals hinsichtlich der Finanzierung des Projekts mehr als skeptisch. Ein Teil dieser Finanzierung sollte bekanntlich durch die DeLorean Time LLC kommen. Über andere Investoren äußerte sich der damals 75jährige in dem Interview mit dem Reporter der Chicago Sun-Times jedoch nicht, meinte aber: "Da draußen ist ein großer Markt für Produkte, die meinen Namen tragen." Möglicherweise war da draußen wirklich ein großer Markt für DeLoreans Produkte, doch seine Autos gingen nie in Produktion. Gerüchten zufolge wurde auch keine seiner DMC2-Uhren produziert bzw. verkauft. Jedoch gab DeLorean bis zum Ende nicht auf. Immer wieder hieß es, er arbeite derzeit an seinem neuen Projekt. Nach dem Jahr 2001 war aber nur noch wenig von der Produktion neuer Autos zu hören und als im April 2003 nach angekündigter Überarbeitung auch John DeLoreans offizielle Website offline ging, war das Projekt endgültig gescheitert.

Schade ist, dass nur Bilder vom 1250 PS Boliden an die Öffentlichkeit gelangten. Denn für sein 17,500 Dollar Auto, das 750 Kilogramm wiegen und in die Massenproduktion hätte gehen sollen, hatte sich der ehemalige Chef der DeLorean Motor Company etwas ganz Besonderes ausgedacht: "Wie der DeLorean soll auch dieses Auto Flügeltüren haben. Ich mag diese Türen wirklich."



Zum Preis von einer Million Dollar wollte DeLorean diesen Boliden auf den Markt bringen - Zurück