Für die Überarbeitung des Prototyps zum Serienmodell wollte DeLorean die Firma Porsche
anwerben. Da die Deutschen jedoch um vier Jahre Zeit baten, sah sich DeLorean anderweitig
um. Er einigte sich schließlich mit Colin Chapman und dessen Firma Lotus, welche versprach,
die Überarbeitung innerhalb von 18 Monaten durchzuführen. In der Zwischenzeit arbeitete auch
Giugiaro nochmals am Design.
Im Jahr 1979 konnte John Zachary DeLorean die Britische Regierung als Investor
hinzugewinnen. Als Gegenleistung für die 77 Millionen Pfund-Investition errichtete
die DeLorean Motor Company ihre Fabrik in Dunmurry, einem nordirischen Krisengebiet.
Bereits 1980 waren die Arbeiten an der zum damaligen Zeitpunkt modernsten Automobilfabrik
der Welt in Rekordzeit abgeschlossen. Über 2400 Mitarbeiter wurden eingestellt; auf
Grund der Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten achtete man darauf, dass
die Mitarbeiteranzahl beider Konfessionen exakt übereinstimmte.
DeLoreans Projekt galt auch insbesondere deshalb als sehr vielversprechend, da der Amerikaner -
im Gegensatz zu gescheiterten Vorgängern wie z.B. Malcolm Bricklin - eine ganze Reihe
an Top-Führungskräften der Automobilbranche um sich zu scharen wusste.
Am 21. Januar 1981 verließen endlich die ersten 100 Fahrzeuge die Fabrik; sie wurden mit einer Spezial-Boeing
nach Amerika geflogen. Später zog man den Seeweg vor und die Automobile erreichten
die Vereinigten Staaten per Frachter.
Das Serienfahrzeug 'De Lorean' (auch DMC-12 genannt, obwohl dies nur ein interner Produktions- Code war)
erhielt eine Verkleidung aus Edelstahl. Für den Antrieb sorgte ein V6-Aggregat von Renault,
Peugeot und Volvo.
Die DeLorean Motor Company hatte immerzu mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Nachdem
die ersten sechs Monate nach Verkaufsstart (Juni 1981) äußerst erfolgreich verlaufen waren,
wurde John DeLorean gegen Ende des Jahres jedoch erstmals mit wirklich ernsten Schwierigkeiten
konfrontiert. Beispielsweise herrschte in den Vereinigten Staaten ein ungewohnt kalter und schneereicher
Winter, der den Automobilabsatz im Land um mehr als die Hälfte senkte. DeLoreans Automobil
fand keine Abnehmer mehr und dringend benötigte Gelder blieben aus, weswegen die
Britische Regierung erneut um Hilfe gebeten wurde. Mittlerweile hatte jedoch die Konservative
Partei in England die bis dato regierende Labour-Partei abgelöst und alle Gespräche blieben ergebnislos. Im Februar 1982
wurde die DMCL-Produktionsstätte in Konkursverwaltung gesetzt.
Auf der Suche nach Geldern zur Rettung seiner Firma verstrickte sich Firmengründer
John Z. DeLorean in ein dubioses, vom FBI eingefädeltes Kokaingeschäft. Nach seiner
Verhaftung im Oktober 1982 wurde die Fabrik in Nordirland endgültig geschlossen. Alle
Mitarbeiter wurden entlassen. Im Jahr 1984 konnte DeLorean die Öffentlichkeit zwar vor
Gericht von seiner Unschuld überzeugen, doch seine Firma lag in Schutt und Asche und
zahlreiche Investoren leiteten rechtliche Schritte ein, um ihr Geld zurückzuerhalten.
Nach umfangreicher Ursachenforschung in Hinsicht auf die Fehler, welche zur
Firmenpleite führten, ist insbesondere der Part der Britischen Regierung noch
immer nicht vollständig aufgedeckt. Es steht jedoch zweifelsfrei fest, dass die
Thatcher-Regierung im Endeffekt nicht gänzlich schuldlos war.