Im Oktober 1975 machte sich die DeLorean Motor Company in Zusammenarbeit mit der Firma Kar Kraft und unter der Aufsicht von Bill Collins daran, den ersten Prototyp fertigzustellen. Mit Hilfe des im Frühjahr 1976 gelieferten MockUps war der sogenannte "DMC-12" dann exakt ein Jahr später fahrbereit. Das Fahrzeug hatte auffällige Sicherheitsmerkmale (u.a. Airbags), allerdings hatte am Ende der Platz nicht mehr ausgereicht, um irgendwo einen Ersatzreifen unterbringen zu können, wozu Bill Collins humorvoll bekannt gab, er habe dieses Problem bisher noch nicht lösen können.

Das Design des ersten Prototyps ist sehr interessant, da es sich noch wesent- lich vom letztendlichen Verkaufsmodell unterscheidet. Da wäre zum Beispiel die edle, noch etwas anders aussehende Front; die Seitenspiegel, die zentraler an den Türen angebracht sind; die Fenster, die sich noch seitlich öffnen ließen; die Innenausstattung, die beim Prototyp noch braun und bei welcher die Sitze noch steiler nach hinten gerichtet waren; und letztlich das Heck mit fehlendem Louvre und weiter nach innen versetzten Rücklichtern.

Das Hauptproblem dieses ersten Prototyps war der Vierzylinder-Motor von Citroen, dessen 102 PS für einen luxuriösen Sportwagen einfach zu wenig waren. Aus diesem Grund begann Bill Collins bald darauf mit der Entwicklung eines zweiten Prototyps; diesmal in Zusammenarbeit mit Creative Industries. Hauptaufgabe war die Integration eines neuen Motors. Man entschied sich letztlich für einen Sechszylinder-Motor von Peugeot, Renault und Volvo, den PRV6. Dessen Einsatz erforderte jedoch eine Überarbeitung des Motorengestells. Als sich die Entwicklung des zweiten Prototyps im Frühjahr 1978 dem Ende näherte, war Bill Collins mit der Arbeit von Creative Industries aber sichtlich unzufrieden. Als ein Team von Lotus auf Einladung von DeLorean den Wagen besichtigte und als entsetzlich einstufte, konnte Collins nicht widersprechen. Er war selbst sehr enttäuscht vom zweiten Prototyp.

In Hinsicht auf das spätere Verkaufsmodell spielten diese Prototypen spätestens dann keine große Rolle mehr, als die DeLorean Motor Company Colin Chapman und Lotus engagierte, um in Zusammenarbeit mit Bill Collins und dessen Team die technischen Aspekte des DMC-12 zu verbessern. Allerdings waren sie in Hinsicht auf Investoren und Händler sehr hilfreich, da sie diesen etwas Handfestes boten. Der DeLorean war nicht länger nur die Idee des ehemaligen Vizepräsidenten von General Motors, das Fahrzeug hatte nun Form angenommen. Ganz gleich wie unvollendet der Antrieb oder die Federung noch waren, die Investoren bekamen ohnehin nur das zu Gesicht, was sie sehen sollten: Das Design. Und dieses Design sorgte schließlich für Investitionen von insgesamt über 20 Millionen Dollar in die DeLorean Motor Company (150 Händler investierten jeweils 25,000 Dollar; zusätzlich dazu erklärten sich weitere 130 Investoren bereit jeweils 150,000 Dollar in die sogenannte 'DeLorean Research Limited Partnership' zu investieren). Somit kann man schlussfolgern, dass sich der Bau der zwei Prototypen am Ende mehr als nur rentiert hat.


Der zweite Prototyp wurde bei einem Unfall im Jahr 1996 leider völlig zerstört (Bilder), der erste Prototyp dagegen ist heute in besten Händen. Nachdem er lange Zeit in Nevada bei Las Vegas stand, wurde er im Januar 2005 über eBay für einen stolzen Preis an die DeLorean Motor Company Florida verkauft, wo der Wagen komplett restauriert wurde und nun ausgestellt wird. Fotos wurden kurz nach dem Kauf gemacht:





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