James Hoffman trat am 17. Mai 1984 in den Zeugenstand. Er war der zweite Zeuge der
Staatsanwaltschaft und wurde zu Beginn von James Walsh befragt. In diesem Zusammenhang erfuhr
DeLorean zum ersten Mal von Hoffmans übler krimineller Vergangenheit. Ferner stellte sich heraus,
dass Hoffman über die Jahre hinweg bereits dreizehn Mal eidbrüchig geworden war. Die Offenlegung
seiner Vergangenheit verschaffte der Anklage sicherlich keine Pluspunkte. Scheinbar wollte
Walsh schlicht sicherstellen, dass keine negativen Überraschungen mehr folgten, als Hoffman am 24. Mai 1984
von Howard Weitzman ins Kreuzverhör genommen wurde.
Im Verlauf des Verhörs gab Hoffman viele verwirrende und teilweise auch sinnlose Aussagen von sich. Er behauptete beispielsweise, DeLorean habe ihn während des ersten Telefongesprächs um die Ausarbeitung eines Drogengeschäfts gebeten. Als er jedoch später den Plan für das Drogengeschäft beschrieb, tauchte DeLorean darin gar nicht auf:
Am 30. Mai änderte James Hoffman urplötzlich seine Aussage. Plötzlich war es wieder John DeLorean, der zwei Millionen Dollar investiert hatte. Alles musste von Hoffman erklärt werden. Gemäß seiner Aussage war nichts wirklich so wie es schien. Doch im Gegensatz zu Benedict Tisa sprach Hoffman äußerst überzeugend. Wann immer eine Tonbandaufnahme abgespielt wurde und der Dialog keine Anzeichen dafür enthielt, dass DeLorean ein Verbrechen begangen hatte, fand Hoffman in seinen Worten versteckte Botschaften, die sich angeblich auf vorangegangene, unaufgezeichnete Aussagen bezogen.
Schließlich aber machte Hoffman doch noch einen Fehler. Nachdem er zu Beginn der
Ermittlung Interesse an einer Investition in die DMC bekundet hatte, war ihm am 9. Juli
1982 ein Paket mit Informationen zur Firma zugesandt worden. Dieses Paket bewies, dass
man in Hoffman zu Beginn einen potentiellen Investor gesehen hatte und keinen Drogenhändler.
Vor Gericht behauptete er daher, jenes Paket nie erhalten zu haben. Auch das vermeintliche
Postfach, das als Adresse fungiert hatte, schien ihm nicht bekannt.
An einem anderen Tag fragte Walsh Hoffman, ob dieser den Angeklagten hasse. Er wollte wissen, warum er sich zu einer Aussage gegen John DeLorean entschieden hatte. Hoffman antwortete mit aufrichtiger Stimme, dass er sein Leben ändern und gute Taten vollbringen wolle. Weitzman war jedoch in der Lage, die Glaubwürdigkeit dieser Aussage komplett zu vernichten. Er fand heraus, dass ein anderer Informant von Staatsanwalt Walsh dieselbe Ansprache bereits Wort für Wort in einem anderen Fall verwendet hatte. Ferner konnte er mit Hilfe eines Dokuments beweisen, dass Hoffman für seine Aussage vor Gericht zehn Prozent aller im Zuge der Ermittlung beschlagnahmten Vermögensgüter verlangt hatte.
Hoffman machte im Zeugenstand einen überzeugenden Eindruck. Sein Auftritt wirkte gekonnt. Im Gegensatz zu Benedict Tisa erlaubte er sich nur wenige schwere Fehler. Allerdings zweifelten die Geschworenen an seiner Glaubwürdigkeit. Es war für die Staatsanwaltschaft nicht gerade von Vorteil, dass ihr Schlüsselzeuge ein mehrfach verurteilter Eidbrecher war. |