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Während in Nordirland im Jahr 1978 mühsam mit dem Bau der Automobilfabrik begonnen
wurde, unterzeichnete John DeLorean in den Vereinigten Staaten millionenschwere
Verträge für den Kauf eines Unternehmens, das im Bundesstaat Utah Pistenraupen
herstellte. Warum sich DeLorean zu diesem Erwerb entschloss, ist
unbekannt. Gerüchten zufolge hatte sich der Amerikaner schlicht nach einer
sinnvollen Privatinvestition umgesehen und in jener Firma eine potentielle
Geldquelle entdeckt.
Bevor DeLorean den Kaufkontrakt signiert hatte, war das Unternehmen Teil der in Utah ansässigen Thiokol Chemical Company und über Jahre hinweg Marktführer im Vertrieb von Skilift-Konstruktionen sowie Produkten zur Pflege von Skipisten gewesen. Obwohl die Abteilung folglich höchst profitabel war, entschied sich Thiokol Mitte der 70er Jahre zu deren Verkauf, da sich das Unternehmen in Zukunft vollständig der Entwicklung von Feststoffboostern für das Raumfahrtprogramm der NASA widmen wollte. Während der Skilift-Geschäftszweig von zwei ehemaligen Thiokol-Mitarbeitern aufgekauft wurde, ging die Pistenraupen-Abteilung an einen Automobilmanager aus Detroit: John DeLorean. DeLorean machte die Abteilung zu einer Unterabteilung der sogenannten DeLorean Manufacturing Company, ihrerseits eine Tochterfirma der Cristina Corporation, deren einziger Anteilseigner der Automobilmogul selbst war. Die ersten produzierten Pistenfahrzeuge wurden daraufhin mit einem DMC-Logo ausgestattet, welches mit dem der DeLorean Motor Company allerdings keine Gemeinsamkeiten hatte. Da es auf Grund der überein- stimmenden Abkürzungen dennoch zu unnötigen Verwechslungen kommen konnte, taufte der Amerikaner die im Ort Logan ansässige Firma kurzerhand in Logan Manufacturing Company um. Deren neuem Firmenlogo konnte man auf Grund des identischen Stils nun deutlich die Verbindung zur Automobilfirma ablesen. Die Logan Manufacturing Company fertigte in der Folge eine Reihe an technisch fortschrittlichen Pistenraupen, die insbesondere wegen ihrer außerordentlich hohen Zuverlässigkeit geschätzt wurden. Darüber hinaus waren die Fahrzeuge der Firma leicht zu reparieren und erfreuten sich einer einfachen Ersatzteilversorgung. Dank der guten Reputation hielt die LMC im Laufe der Jahre einen stabilen Marktanteil von rund 60 Prozent und leitete sogar Exporte nach Europa und Japan in die Wege. Dem erfolgreichen Vertrieb folgten entsprechend hohe Einnahmen. Verschiedenen Quellen zufolge beliefen sich die Einkünfte des Betriebes auf mehrere Millionen Dollar pro Jahr. DeLoreans Investition war ein Volltreffer. Als weniger profitabel erwies sich bekanntlich die DeLorean Motor Company. Deren Bankrott im Oktober 1982 hatte allerdings keine gravierenden Auswirkungen auf das Pistenraupen-Unternehmen. Weitaus bedrohlicher war für den Betrieb dagegen die Neuauflage des GPD-Skandals im August 1983. Der Vorwurf, DeLorean habe Gelder der Britischen Regierung für den Kauf der Logan Manufacturing Company veruntreut, sorgte natürlich einstweilen für Unruhe. Nachdem diese Phase jedoch ausgestanden war, erwies sich die Manufaktur abermals als eminent wichtiger Erfolgsgarant für ihren Besitzer. Der hatte fortan unzählige Gerichtsprozesse und daraus resultierend hohe Anwaltskosten am Hals, die er mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Kettenfahrzeuge vorübergehend decken konnte. Als DeLorean gegen Ende des Jahrzehnts jedoch erneut in Geldnot geriet, verkaufte er die Vermögensgüter der Logan Manufacturing Company im Jahr 1988 an eine Investorengruppe. Die Firma selbst benannte er anschließend, in Anlehnung an eine Bibelstelle, in "Ephesians 6:12" um. Für DeLorean war das Pistenraupen-Kapitel damit beendet, die Fertigungsstätte in Logan aber produzierte weiter. In Folge äußerst durchwachsener Ergebnisse in den 90er Jahren musste nichtsdestotrotz auch sie im Jahr 2000 Konkurs anmelden.
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