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Eine weitere Sensation wäre wohl der Medusa geworden. Für John Z. DeLorean stand von
Beginn an fest, dass seine Firma mehr als nur einen Sportwagen benötigte, um über Jahre hinweg Erfolg
zu haben. Noch vor Produktionsstart des DMC-12 DeLorean planten der Amerikaner und Star-Designer
Giorgetto Giugiaro daher eine Sedan-Version, die für vier Personen Platz bieten sollte. Das
Außergewöhnliche daran war, dass auch dieses Automobil Flügeltüren tragen sollte! Der sogenannte
Medusa hätte die Flügeltüren wohl endgültig zum Markenzeichen der DeLorean Motor Company
gemacht, allerdings kamen nie mehr als ein paar Zeichnungen und Dokumente zustande. Zu ausführlicheren Planungen fehlte die Zeit
und am Ende natürlich das Geld.
Da Flügeltüren in der Branche damals weiterhin ungewöhnlich waren, suchte sich John DeLorean Vorbilder aus der Vergangenheit. Dabei fiel ihm vor allem der von Nuccio Bertone gezeichnete Lamborghini Marzal ins Auge. Bertone hatte dem im Jahr 1967 auf den Markt gekommenen Viersitzer allerdings nicht vier sondern zwei große Flügeltüren verpasst. Auch das zog DeLorean für seinen Sedan in Betracht. Im Jahr 1980 zog er Bertone auf der Turiner Motor Show zu Rate. Bertone riet jedoch davon ab, einen Sedan mit Flügeltüren zu produzieren. Als Gründe nannte er die Sicherheit, die komplizierte Türenstruktur und das Gewicht. DeLorean soll sich davon jedoch angeblich nicht beeindruckt haben lassen. Am 3. September 1981 ging das Projekt in die heiße Phase. John DeLorean traf sich mit Führungskräften seiner Firma (u.a. Cafiero, Brown, Lander und Daly) und Giorgetto Giugiaro im Conway Hotel von Dunmurry, um Einzelheiten der Sedan-Produktplanung zu klären. Dokumenten zufolge sollte der Viersitzer im Jahr 1984 auf den Markt kommen; die Produktion sah 10,000 Einheiten pro Jahr vor. Giugiaro war zum Zeitpunkt des Meetings bereits offiziell für den Entwurf eines Prototyps engagiert worden. Wie sehr man auch 1981 noch über die Türenkonstruktion grübelte, beweisen den Dokumenten zugehörige Bilder, denen zufolge man sogar die Variante "Vorne: Flügeltüren; Hinten: herkömmliche Türen" in Betracht zog. Wie früh DeLorean tatsächlich bereits mit dem Gedanken einer Sedan-Version gespielt hat, beweist eine Skizze Giugiaros aus dem Jahre 1975. Auf dieser verlängerte der Italiener den erst kurz zuvor gezeichneten DMC-12 und packte noch zwei Rücksitze mit hinein. Dies war jedoch wahrlich eine enge Angelegenheit und die Skizzen spielten auch nie eine ernste Rolle. Basiert hätte der Medusa übrigens auf dem gleichnamigen Modell der Automobilfirma Lancia. Diese stellten ihren von Giugiaro gezeichneten Medusa erstmals 1980 auf der Turiner Motor Show vor. Betrachtet man die Zeichnungen beider Autos bemerkt man, dass der Lancia Medusa dem DMC-12 DeLorean für die Sedan Version angeglichen wurde. Die Front flacher, das Heck steiler und natürlich die Flügeltüren. Was genau Giugiaro und DeLorean im Endeffekt allerdings wirklich vorhatten, steht nach wie vor in den Sternen.
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